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Linux: Zeitsynronisation mit NTP unter Linux
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Geschrieben von Tomas auf Monday, 04.August. @ 12:24:22 CEST
von Tomas
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Wie funktioniert der Zeitabgleich zwischen Servern und Clients unter Linux.
Oft kommt es in einem Netzwerk zu Problemen mit der Systemzeit auf den verschiedenen Client/Servern.
Applikationen oder Netzwerkverbindungen können bei unterschiedlichen Systemzeiten diverse Seiteneffekte verursachen.
Um diese Problematik zu umgehen, setzt man die Zeitsynchronisierung der Systeme/Server ein.
Wie funktioniert dieses Synchronisation
Wir müssen erst einmal verstehen, was mit "synchron" gemeint ist. Für uns ist es wichtig, dass die Uhrzeiten/Systemzeiten der Server im Netzwerk identisch, also "synchron" laufen. Sollte dies nicht der Fall sein, kann es zu Seiteneffekten oder gar zu schweren Problemen kommen (Daten werden falsch getoucht, zugriffe auf Dienste werden verweigert, da die Systemzeit entwerder in der Zukunft liegt oder nicht identisch ist mit der vorhanden Systemzeit). Es ist aber völlig unwichtig, dass die Uhrzeit korrekt ist. Die Systemzeiten (Uhren) müssen NUR synchron arbeiten, wobei es eigentlich sinnvoll ist, die korrekte Uhrzeit im Netzwerk zu nutzen.
Für dieses Zeitsynchronisation gibt es unter Linux/Unix einen Dienst mit dem Namen NTP (für Server und Clients).
Wie läuft das jetzt eigentlich ab?
Der Server stellt den anderen Clients seine Uhrzeit über das Netzwerk zur Verfügung. Die Clients nutzen jetzt diese Zeit des Servers als lokale Uhrzeit. Die Uhrzeit am Server kann jetzt aus verschiedenen Quellen genutzt/bezogen werden. Eine angeschlossene Funkuhr oder aber die Systemzeit von einem Zeitserver (Atomuhr) im Internet kann als Quelle eingesetzt werden. Solltet Ihr jetzt noch weitere Parameter für die Nutzung des NTP-Dienstes benötigen (zB. Qualität, Logs etc. pp.), so empfehle ich die ManPages: man ntpd.
Konfigurationam Server
Das Konfigurationsfile findet Ihr im Verzeichnis "/etc" (vi /etc/ntp.conf). Die Konfiguration eines Zeitservers kann dann wie folgt aussehen:
# NTP Server (Homenet)
#
# Zeit kommt vom lokalem System
server 192.168.0.8
#Qualität der Zeit von 10 (siehe ManPages)
fudge 192.168.0.8 stratum 10
# Protokoll der Zeitunterschiede im Netz
driftfile /var/log/ntp.drift
# Das eigentliche Logfile
logfile /var/log/ntp.log
#ENDE Konfiguration
Konfiguration am Client
Die Konfiguration am Client könnte einmal für einen automatischen Cronjob wie folgt aussehen:
# NTP Client im Cron
# /etc/crontab
SHELL=/bin/sh
PATH=/usr/bin:/usr/sbin:/sbin:/bin:/usr/lib/news/bin
MAILTO=root
* * * * * root ntpdate -B host1 &>/dev/null
Die eigentliche Konfiguration des Clients (ntp.conf) kann dann wie folgt aussehen:
#NTP Client
#Zeit kommt von Server im Netzwerk
server 192.168.0.8
# Datei zur Protokollierung der Zeitunterschiede
driftfile /var/log/ntp.drift
# und wieder die beliebte Log-Datei
logfile /var/log/ntp.log
# ENDE CLIENT Konfiguration
Eine einfachere Form der Konfiguration ist der Einsatzt von "Webmin". Webmin kann entsprechend die benötigen Konfigurationen und auch speziellen Parameter für das System setzten und als Konfiguration ablegen.
Solltet Ihr hier noch Fragen oder Anregungen haben, so schickt mir eine E-Mail oder schreibt ein Kommentar. Danke ;-)!
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