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Linux: Auf Windowsfreigaben von Linux aus zugreifen
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Geschrieben von Moderator auf Tuesday, 07.May. @ 14:10:17 CEST
von Steines
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Steines : Der Linux Rechner wurde ins Windowsnetzwerk integriert und der Zugriff auf Linuxressourcen funktioniert auch einwandfrei. Da Linux jetzt aber keine Netzwerkumgebung wie Windows zur Verfügung stellt, ist unbedingt jedem gleich klar wie man von Linux aus auf Windowsfreigaben zugreifen kann.
Die Vorraussetzung für einen Zugriff auf Windowsfreigaben von Linux aus ist zunächst einmal, dass Samba installiert wurde und das Netzwerkdateisystem SMB zumindest als Kernelmodul oder direkt mit in den Kernel kompiliert wurde. Bei den gängigen Standartdistributionen ist das SMB-FS bereit als Modul vorkompiliert und Samba muss bei der Installation nur ausgewählt werden. Somit sind diese Vorraussetzungen schon einmal gegeben.
Um auf Windowsfreigaben zugreifen zu können, muss Samba nicht auch als Server gestartet werden. Es genügt wenn Samba installiert wurde und wenigstens in der smb.conf die Arbeitsgruppe unter "workgroup = Arbeitsgruppe" angegeben wurde. Mit dem Befehl "smbmount" kann man nun an freie Verzeichnise, welche man auch zu diesem Zweck zusätzlich erstellen kann (z.B. mkdir /winfreigabe), eine Windowsfreigabe "mounten". Der Inhalt dieser Freigabe steht dann unter diesem Verzeichnis zur Verfügung.
Die einfachste Syntax um eine Freigabe zu mounten enthält nur die Freigabe und den Mountpoint(das Verzeichnis an das gemountet werden soll):
smbmount //WINSERVER/FREIGABE /winfreigabe
Beachten sollte man hier, dass anders als beim Verbinden eines Netzlaufwerkes unter Windows hier bei der Freigabe keine Backslashes () sondern normale Slashes (/) verwendet werden.
Diese einfach Syntax reicht aber manchmal nicht aus. Soll zum Beispiel auf eine Freigabe zugegriffen werden die durch ein Passwort geschützt ist, so muss kann durch eine Option noch ein Passwort angegeben werden:
smbmount //WINSERVER/FREIGABE /winfreigabe -o password=DasPasswort
Wird ein Passwort benötigt aber nicht mit der Option übergeben, so verlangt smbmount in der Regel noch die Eingabe des Passwortes. Diese Option muss man also nicht unbedingt angeben auch wenn ein Passwort benötigt wird. Anders sieht es da aber aus wenn noch ein Benutzername benötigt wird und dieser nicht mit dem gerade unter Linux angemeldeten Benutzer übereinstimmt. Hier ist dann zumindest die Angabe der Option für den Benutzernamen notwendig, aber auch hier ist die Passwortoption optional und wird nötigenfalls vom Befehl erfragt:
smbmount //WINSERVER/FREIGABE /winfreigabe -o username=Benutzer,password=DasPasswort
Wurde in der smb.conf die Arbeitsgruppe nicht angegeben oder möchte man auf einen Rechner einer anderen Arbeitsgruppe zugreiffen, dann steht noch die Option workgroup zur Verfügung. Spätestens hier kann es in manchen Fällen hilfreich sein die IP-Adresse des Windowsrechners direkt mit der Option ip anzugeben:
smbmount //WINSERVER/FREIGABE /winfreigabe -o username=Benutzer,password=DasPasswort,workgroup=Arbeitsgruppe,ip=10.1.1.46
Wenn die gemountete Freigabe nicht mehr benötigt wird kann man diese einfach mit "smbumount /winfreigabe" wieder von dem Mountpoint trennen. Wenn man sich jetzt nicht ganz sicher ist wie der Name einer Freigabe war, dann gibt es auch noch eine Möglichkeit durch den "smbclient" Befehl die Freigaben auf einem Windowsrechner auflisten zu lassen:
smbclient -L WINSERVER (optional -U Benutzer)
Zu den oben genannten Befehlen existieren noch weitere Optionen. In diesem Beitrag wurde nur die wichtigsten angesprochen. Die anderen Optionen kann man jederzeit durch die Option --help oder die Eingabe von "man Befehl" nachlesen.
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